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Regionalbezug von Foodcoops
Projekt BioRegional! Stärkung des Regionalbezugs von Food-Coops und Bioläden in der Altmark 

Projektträger: Freundeskreis Ökodorf eV, Sieben Linden, 38486 Poppau, Telefon 039000-51237 www.siebenlinden.de

Alle, die eine Foodcoop organisieren kennen das Problem: "Eigentlich" möchte die Foodcoop gerne viel regional beziehen... aber wenn es dann konkret wird, stellt man fest, dass es sich einfach nicht lohnt, für zwei Kisten Gemüse zu dem einen Bauern zu fahren und für 40 l Milch zu dem nächsten in die andere Richtung. So wird dann doch das meiste beim Großhändler bestellt.

Schon lange reden wir hier in der Altmark darüber, dass wir das ändern wollen, aber um wirklich aktiv zu werden, fehlte bis jetzt die Zeit. Jetzt ergab sich, dass im regionalen Fördertopf "Regionen Aktiv" des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft noch Mittel für ein kleines Projekt im Bereich "Direktmarketing" waren, und so initiierten wir mit Fördermitteln das Projekt "BioRegional!", mit dem wir die Foodcoops in der Altmark vernetzen wollen, das Wissen über bestehende Lieferstrukturen bündeln wollen und damit ein Logistik-System entwickeln wollten, das den Regionalbezug der Foodcoops und Bioläden in der Altmark stärkt.

Dankenswerterweise können durch die Fördermittel zwei Mitarbeiter und eine Projektleiterin 3 Monate lang bezahlt an diesem Projekt arbeiten. Wir sind gerade dabei, Angebote und Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten in der Altmark zu recherchieren und versuchen, durch Verknüpfung bestehender Transportwege die Transportkosten und den -aufwand zu minimieren.

Wir sind mitten in den Recherche-Arbeiten. Es zeichnet sich jedoch schon ab, dass durch das Projekt der Regionalbezug der Foodcoops wirklich gesteigert werden kann. So gibt es konkrete Gespräche mit einer Gärtnerin, die ihre Anbauplanung für nächstes Jahr teilweise ganz konkret an den Bedarfen einer Foodcoop ausrichten will und so das Gemüse produzieren wird , das diese Food-coop derzeit noch beim Großhandel kauft. Die Recherchen über Transportwege haben einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Foodcoops direkt bestellen können, ohne dass dabei Transportaufwand auf sie zukäme, da einige Auslieferfahrten von Erzeugern sehr nahe an den Standorten vorbeikommen. Auch Bauernmärkte kristallisieren sich als "Umschlagpunkte" für Bio-Lebensmittel heraus, indem z.B. Erzeuger, die auf dem Bauernmarkt verkaufen, anderen Marktbetreibern am Ende des Marktes die Lieferung für Foodcoops, die in ihrer Gegend sind, mitgeben. Das Ganze funktioniert nur aufgrund einer hohen Solidarität innerhalb der Bio- Szene in der Altmark und der grundsätzlichen Bereitschaft vieler Erzeuger, selbstverständlich auch die Produkte anderer auf ihren Fahrten mitzunehmen, oft sogar ganz unentgeltlich.

Im Verlaufe der Recherchen ergaben sich Gespräche mit Vertretern der Urstromtaler-Initiative (Regionalwährung für Sachsen-Anhalt), die ebenfalls überlegen, ein Logistik-System für regionale Produkte zu erstellen. Dort können sich eventuell noch Synergie-Effekte ergeben. Ein Vernetzungstreffen, das im Dezember stattfinden wird, wird die Möglichkeit geben, im großen Kreis mit allen Betroffenen über die Wege zu sprechen, wie in Zukunft ein verstärkter Warenfluss innerhalb der Region ermöglicht werden kann.

Die News
Rezension: "Fair Bio Selbstbestimmt"
Bericht von der Jahrestagung 2009
2.- 4. Oktober in Bremen
Jahrestagung 2007
28.-30.September
WDR3- Sendung zu Foodcoops
Jahrestreffen 2006 - Rückblick
Park Slope - die
New Yorker Muster-Foodcoop
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Steuerrechts- Gutachten für Foodcoops